Cinemizer Review

Cinemizer im Alltagstest
Disigntechnisch wäre der Cinemizer auf der Mayday ’98 der Hit gewesen und man merkt, dass Frogdesign seinen kreativen Höhepunkt irgendwo in den 80er und 90er Jahren nicht überschritten hat, oder war hier wieder die die übermotivierte Generation Praktikum am Werk und dem Retrotrend zu sehr erlegen?
Nach dem man das äußert schwere Stück Tupperware auf den Kopf gesetzt hat, kommt es zum massiven Einsatz einer Bildauflösung von 640×480 Pixeln, die so stark flimmert wie sie einem DDR-Kind von diversen Kinobesuchen noch bestens in Erinnerung sein dürfte. Die Synchronisation der Beiden Panels stimmt mit den Augen nicht überein – oder andersrum – dass einem zeitweise schlecht wird … am Bier kann nicht gelegen haben, Bock’s bestes Carlsberg (das teuerste im Angebot). So hat man ständig das Gefühl zu schielen. Positiv fiel die Inbetriebnahme und die Netzteillose Verwendung des Cinemizers auf wodurch sich diverse Einsatzszenarien ergeben könnten. Die Qualität des Klangs, insofern man hierbei davon Sprechen kann, ist vergleichbar mit Wiedergabeprodukten, wie man sie normalerweise Mittwochs auf dem Chinamarkt finden kann.
Fazit
Für nette Stunden allein unter der Bettdecke oder in der Flugzeugtoilette kann Cinemizer seine Reize eventuell voll ausspielen, da die “Qualität” eines Youtube-Videos oder einem gleicher P18 Seiten zum Gesamtkonzept bestens zu passen scheint. Hingegen die verwöhnten Augen eines Mediengestalters kann das Gerät definitiv nicht überzeugen, da vor allem das Anzeigeformat von 4:3 bei weitem nicht das Sichtfeld Ausnutzt. Am Ende eine gute Idee, nicht neu und verdammt schlecht Umgesetzt!
Seba & Hires
